Was ist Podologie?
Podologie bezeichnet die "nichtärztliche Heilkunde am Fuß". Das Wort kommt vom griechischen Pedos = Fuß und logos = Lehre.
Podologen sind die medizinischen Fachleute rund um den Fuß, sie arbeiten mit Haus- und Hautärzten, Diabetologen, Orthopäden, sowie Orthopädieschuhmachern zusammen, um Beschwerden zu lindern und gerade bei vorgeschädigten Füßen weitere Schäden möglichst zu verhindern.
Wie wird man Podologe?
Die Ausbildung ist bundeseinheitlich durch das Podologengesetz geregelt und findet an staatlich anerkannten privaten Schulen statt. Sie dauert in Vollzeit 2 Jahre; es ist auch möglich, sie berufsbegleitend in 3 oder auch 4 Jahren zu absolvieren. Seit 2019 ist in einigen Bundesländern das Schulgeld abgeschafft worden.
Zur Ausbildung gehören 2000 Stunden theoretischer Unterricht in:
- Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre
- Arzneimittellehre
- Physik und Chemie
- Hygiene und Microbiologie
- Theorie der Podologie
- Berufs- und Gesetzeskunde
und 1000 Stunden praktischer Unterricht.
Dieser wird durch Praktika in podologischen Praxen, sowie Hospitationen in fachärztlichen Praxen und Kliniken (Diabetologie, Dermatologie, Chirurgie/Orthopädie) geleistet. Dabei erleben die angehenden Podologen gleich das Netzwerk, in dem sie sich nach der Ausbildung befinden.
Abschluss der Ausbildung ist ein Staatsexamen. Nur wer dieses besteht, erhält die Erlaubnis, sich Podologe zu nennen und hat die Möglichkeit, eine Kassenzulassung zu beantragen.
Diabetes
Gerade bei Diabetes sind die Füße häufig von Folgeschäden betroffen. Der Zucker im Blut schädigt Blutgefäße und Nerven, was von Missempfindungen (Ameisenlaufen, Kribbeln, heiße Füße) bis hin zu Gefühllosigkeit in den Füßen reichen kann. In diesem Stadium sprechen die Patienten häufig davon, "wie auf Watte" zu gehen.
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